Billafingen: Gemeinde Langenenslingen

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Unsere Gemeinde

Hauptbereich

Rund 120 Einwohner

Funde alemannischer Gräber aus dem 7. Jahrundert mit wertvollen Beigaben weisen auf eine älteste Besiedlung hin. 1247 „Pilofingen“ genannt, kam es im 13. Jahrhundert mit Langenenslingen von den Grafen von Veringen an die Grafen von Grüningen-Landau, die beide Dörfer vor 1300 an die Habsburger verkauften. Hans III. von Schatzberg (1339-1412), ein Bingener Bürger und das Kloster Heiligkreuztal waren in Billafingen begütert. Die Habsburger verpfändeten im 14. Jahrhundert den Ort an Württemberg, das es 1409 als Pfand an die Grafen von Werdenberg weitergab und 1459 auf die Pfandschaft verzichtete. Im 16. Jahrhundert zählte der Ort zur „unteren Grafschaft Veringen“ und kam mit dieser und der Grafschaft Sigmaringen 1535 als österreichisches Lehen an Graf Karl I. von Zollern. Als hohenzollerische Exklave im württembergischen Gebiet wurde Billafingen 1973 bei der Kreisreform vom Landkreis Sigmaringen dem Landkreis Biberach zugeordnet.

Wappen Billafingen

Das Innenministerium Württemberg-Hohenzollern verlieh der Gemeinde Billafingen am 28. Januar 1949 folgendes Wappen: In geteiltem Schild oben in Rot zwei schrägelegte goldene Pflugscharen, unten in Gold drei übereinanderliegende rote Hirschstangen. Diesen Vorschlag des Staatsarchivs Sigmaringen hatte der Billafinger Gemeinderat am 26.10.1947 gebilligt. Die Pflugscharen bezeichnen den landwirtschaftlichen Charakter der Gemeinde. Die drei roten Hirschstangen auf goldenem Grund erinnern an die Grafen von Veringen, die ältesten bekannten Ortsherren. 

Anstelle der romanischen Kirche im Dorfmittelpunkt wurde 1767 bis 1769 ein Neubau erstellt, dessen Westturm noch den romanischen Unterbau zeigt. Die unmittelbar an der Dorfstraße nach Egelfingen stehende kath. Pfarrkirche St. Nikolaus, die bis 1819 zum Gemeindesprengel Wilflingen und weitere 74 Jahre zum benachbarten Emerfeld gehörte, erhielt 1893 wieder eine eigene Pfarrei und war somit selbständig. Aufgrund der Renovation von 1893-1919 sowie des 1939 neuen Sakristeianbaus hat das Gotteshaus viel von seinem ursprünglichen Gepräge verloren. Erhalten sind die beiden spätgotischen Figuren am Chorraum, der Kirchpatron und St. Barbara (um 1490), sowie das spätbarocke Gestühl (um 1700). Interessant ist auch ein mit Muschelwerk und Blattmedaillons verzierter Messkelch aus dem 18. Jahrhundert.